Pinguin-Kot ist Grundlage für Artenvielfalt

Eselspinguine, Trinity Island, Antarktische Halbinsel, ©Vreni

Was Pinguine und Robben hinterlassen, fördert die biologische Vielfalt in der Antarktis. Wie niederländische und britische Forscher im Fachmagazin Current Biology berichten, finden sich in der Nähe von Pinguin- und Seeelefanten-Kolonien sogenannte Biodiversitäts-Hotspots – Gebiete mit besonders großer Artenvielfalt. Diese Hotspots sind bis zu 240-mal größer als die Tierkolonien selbst. Ein Kennzeichen der Hotspots ist, dass dort besonders viele Moos- und Flechtenarten zu finden sind. Zugleich kommen dort zwei- bis achtmal mehr Arten an wirbellosen Tieren vor wie in den benachbarten Arealen. Die Hotspots umfassen Bereiche, die mehr als 1000 Meter von den Grenzen der Kolonien entfernt sind.

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Algen und Bakterien bilden Dünger im Arktischen Ozean

Das Packeis im Arktischen Ozean ist ein echter Lebensraum für eine Vielzahl von Tieren und Algen.

Wissenschaftler haben gezeigt, dass die Partnerschaft zwischen Algen und Bakterien Stickstoff im arktischen Ozean neu verfügbar macht. Der mikrobielle Prozess der „Stickstofffixierung“ wandelt das Element in eine Form um, die Organismen verwenden können, und wurde kürzlich in den kalten polaren Gewässern entdeckt. Dies könnte eine Folge des Klimawandels sein und sich auf globale chemische Zyklen auswirken, heisst es in der veröffentlichten Studie.

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Grösste Solarfarm in der Antarktis erhellt australische Station

Die australische Station Casey liegt im Wilkes Land in der Ostantarktis. Im Sommer leben hier etwa

Die Energie, mit der antarktische Stationen bisher betrieben worden sind, stammte praktisch ausschliesslich aus Diesel-betriebenen Generatoren. Gerade in der Antarktis scheint die paradox, wird doch gerade hier sehr stark darauf geachtet, den menschlichen Einfluss so gering wie möglich zu halten. Doch eine Abkehr von fossilen Energieträgern hin zu erneuerbaren Energiemöglichkeiten ist gross im Kommen. Die australische Station Casey in der Ostantarktis hat an ihrem «Green Store» 105 Solarpaneele eingebaut, zur Stromproduktion. Dies ist ein erster Schritt der Australier, ihre Stationen von den fossilen Brennstoffen loszulösen.

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Neue Karte zeigt arktische Landbrücke zwischen Russland und USA

Der Blick vom äussersten östlichen Ende des eurasischen Doppelkontinents zeigt die Beringstrasse,

Die Beringstrasse zwischen Eurasien und Nordamerika war nicht immer eine Wasserstrasse. Vor 18'000 Jahren, dem Höhepunkt der letzten Eiszeit, lag das Gebiet frei und verband die beiden Kontinente. Das eigentlich arktische Gebiet sah aber auch nicht sehr arktisch aus, trotz der Bedingungen. Eine neuerstellte Karte zeigt nur sehr detailliert, wie die Landbrücke tatsächlich aussah.

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Schwarzer Kaiserpinguin bei Filmaufnahmen entdeckt

Die grösste Pinguinart, Kaiserpinguine, brüten auf dem Festeis rund um den antarktischen

Kaiserpinguine gelten als die Ikonen der Antarktis. Keine andere Pinguinart bewegt so stark wie diese grösste Pinguinart, nicht zuletzt dank der speziellen Färbung. Der schwarze Rücken und der weisse Bauch sind herausragend und dienen gerade unter Wasser der Tarnung, der farbige Bereich wahrscheinlich der individuellen Erkennung. Diese schwarz-weiss Färbung ist charakteristisch für Pinguine. Da erscheint eine Abweichung besonders eigentümlich, vor allem eine komplett schwarze Färbung. Genau diese hat ein Filmteam der BBC bei der Erstellung einer Folge für die Hit-Serie «Dynasties» entdeckt.

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Grönlands Petermann-Gletscher formt neuen Rieseneisberg

Der Petermann-Gletscher im Nordwesten Grönlands hat in der Vergangenheit immer wieder grosse

Risse in der schwimmenden Eiszunge des Petermann-Gletschers im äussersten Nordwesten Grönlands deuten auf einen weiteren Abbruch eines grossen Eisberges hin. Wie Glaziologen des Alfred-Wegener-Institutes, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) in einer neuen Studie berichten, hat sich seit einem Eisberg-Abbruch im Jahr 2012 das Fliesstempo des Gletschers um durchschnittlich 10 Prozent erhöht, sodass in der Folgezeit neue Risse entstanden sind – ein durchaus natürlicher Vorgang. Modellsimulationen der Forscher zeigen jedoch: Sollten auch diese Eismassen abbrechen, wird sich der Petermann-Gletscher vermutlich weiter beschleunigen und mehr Eis ins Meer transportieren, mit entsprechenden Folgen für den globalen Meeresspiegel.

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Kleines Beuteltier lebte zwischen arktischen Dinosauriern

Die Region im Norden von Alaska entlang des Colville Flusses ist heute eine arktische

Kaum zu glauben, dass in der Arktis einst Dinosaurier gelebt haben sollen. Noch schwerer zu glauben ist, dass ein kleines Beuteltier zwischen diesen Giganten gelebt und gedeiht hatte. Doch ein Forscherteam hat im Norden von Alaska Fossilien eines bisher unbekannten Säugetiervorfahren entdeckt: Unnuakomys hutchinsoni, 69 Millionen Jahre alt.

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Fossile Spucke von antarktischem Schneesturmvogel erzählt dessen Geschichte

Die schneeweissen Vögel mit ihrem markanten schwarzen Schnabel sind echte Antarktisbewohner. Sie

Schneesturmvögel gehören zu Antarktika wie Gletscher und Pinguine. Die wunderschön weiss gefärbten Vögel sind die einzige Art, die auf Nunataks noch weit im Inland des antarktischen Kontinents brüten. Eine Besonderheit dieses Vogels ist sein Sekret, das er zum einen Nahrungsersatz für die Jungvögel verwendet, zum anderen als Verteidigung gegen Angreifer. Forscher aus Deutschland und Australien nutzen abgelagerte Sekrete, die mit der Zeit aushärten und beinahe fossilisieren, um mehr über diesen sehr speziellen Vogel zu erfahren und über die Vergletscherung Antarktikas.

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Friedhof in Alaska enthüllt Neues zur Besiedlung der Arktis

Der nördlichste Punkt des amerikanischen Kontinents bei Point Barrow war schon immer ein wichtiger

Die Besiedlungsgeschichte der Arktis bietet immer noch viel Unbekanntes. Mit Hilfe von neuen Methoden und moderner Technik versuchen Wissenschaftler, dem Ursprung arktischer Völker auf die Spur zu kommen. Dabei hilft aber auch immer noch der Zufall, wie am Beispiel Alaska. In der Nähe des nördlichsten Ortes in Alaska wurden beim Umsiedeln von uralten Gräbern anhand von DNA-Proben festgestellt, dass dort der Ursprung der Thule, den Vorläufern der heutigen Inuit, liegt.

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Junge Kaiserpinguine meistern Tücken der Antarktis besser als angenommen

Kaiserpinguine schlüpfen im Juli, mitten im Winter. Nach rund 4.5 Monaten müssen sie selber zur

Die Küken von Kaiserpinguinen haben keinen einfachen Start ins Leben. Geboren mitten im antarktischen Winter, werden die kleinen schon 5 Monate nach dem Schlüpfen gezwungen, ein eigenständiges Leben zu führen, ohne jedoch das Südpolarmeer vorher erlebt zu haben. Eine Studie von Forschern hat gezeigt, dass die Jungen härter sind als angenommen. Sie wandern weit in den offenen Ozean hinaus, um sich ein Polster anzueignen, bevor sie an die Packeisgrenze wandern, um alles über Packeis zu lernen.

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