Herdenimmunität bei arktischen Enten

eider

Arktische Eiderenten und ihre Eier dienen kanadischen Inuit-Gemeinschaften als Nahrung; die Daunenfedern sind für Winterkleidung wertvoll. Daher gibt es auch einen lokalen Handel rund um die Mitiq, wie Inuit die Enten bezeichnen. In einer neuen Studie berichten Forschende um Catherine Soos vom kanadischen Umweltministerium darüber, wie sich die Geflügelcholera auf eine Entenpopulation ausgewirkt hat, die auf Mitivik Island brütet, einer 24 Hektar grossen Insel im kanadischen Territorium Nunvavut. Bei ihren Untersuchungen hatten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ein besonderes Augenmerk auf eine mögliche Herdenimmunität, also auf die Frage, ob ein hoher Anteil der Population immun geworden ist, so dass auch nicht-immune Individuen dadurch besser geschützt sind.

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Arktischer Ozean bestand vor 70 000 Jahren aus Süsswasser

darstellung

Die nördlichen Meere – der Arktische Ozean und das Europäische Nordmeer – enthielten in wenigstens zwei Eiszeiten kein Salzwasser. Stattdessen sammelte sich in den Ozeanbecken Süsswasser an, das von mehr als 900 Meter dickem Schelfeis bedeckt war. Dies haben Forschende des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung, und des MARUM Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen durch die Analyse von Ablagerungen am Meeresboden herausgefunden. Diese Erkenntnisse widersprechen den bisherigen Vorstellungen von der Geschichte des Arktischen Ozeans im Eiszeitklima. Das Wissen über die Änderungen des Klimas und der Umwelt in der Vergangenheit ist entscheidend für das Verständnis des heutigen und des künftigen Wandels in der Arktis.

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Zeichen der Klimaerwärmung: Frachtschiff durchfährt die Nordostpassage im arktischen Winter

christophe und 50

Eigentlich ist der arktische Seeweg entlang der sibirischen Küste von November bis Juli zugefroren. Frachtschiffe zwischen Asien und Europa fahren dann auf der südlichen Route via den Suezkanal, was etwa zehn Tage länger dauert. Um Zeit und Geld zu sparen haben deshalb vor allem Russland und China den Frachttransport durch die Nordostpassage in den Sommermonaten intensiviert. Sie haben auch die Eisverhältnisse in der schmelzenden Arktis genau beobachtet, um von den zunehmend offenen Schifffahrtswegen zu profitieren. Erstmals hat nun ein Frachtschiff den östlichen Teil der Nordostpassage im tiefsten arktischen Winter befahren.

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Weltarchiv-Besucherzentrum auf Spitzbergen ab 2022

the arc

Im Permafrost bei Longyearbyen auf Spitzbergen lagern unbezahlbare Schätze: Im „Global Seed Vault“ wird Saatgut aus der ganzen Welt gespeichert. Hier sollen die Samen Katastrophen jeglicher Art überstehen. Der Saatgutspeicher ist ein wahrer Tresor und als solcher nicht für jedermann zugänglich. Gerade bei Reisenden existiert aber das Bedürfnis, mehr über den Speicher zu erfahren. Genau dazu ist „The Arc“ vorgesehen.

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Eisbärenradar zum Schutz von Arktissiedlungen

Eisbär, Hund oder Auto? Ein Überwachungsradar soll die Arktisgemeinden über sich nähernde

Wenn hungrige Eisbären im Herbst darauf warten, bis die Hudson Bay zufriert und sie wieder auf Robbenjagd gehen können, stellen die Tiere eine Gefahr für die 900 Menschen dar, die in Churchill leben. Die Stadt arbeitet nun an einem Plan zur Verhinderung von Konflikten zwischen den Bären und den Menschen. Dabei soll ein neues Radarsystem verwendet werden, das beobachten und warnen kann, wenn sich ein Bär der Stadt nähert.

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Riesiger Walross Ruheplatz in der russischen Arktis entdeckt

walross ruheplatz

Wissenschaftler in Nordrussland haben an der Küste der Karasee einen Walross-Ruheplatz entdeckt. Der Zufluchtsort an dem sich die Walrosse tummeln und fortpflanzen, befindet sich in einer abgelegenen Region der Jamal-Halbinsel. Die Wissenschaftler sagen, dass sie dort im letzten Monat über 3000 Tiere gezählt haben.

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Tierbewegungen in der Arktis

steinadler

Ein Archiv am Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie in Radolfzell, Deutschland, ermöglicht Wissenschaftlern weltweit den Zugang zu Daten und Dokumenten, die Bewegungen von Tieren in der Arktis und Subarktis erfassen. Drei neue Studien aus diesem „Arctic Animal Movement Archive“ zeigen nun, wie sich das Verhalten von Steinadlern, Karibus, Bären, Elchen und Wölfen während der letzten drei Jahrzehnte verändert hat. Bei den Studien haben Forschende Daten und Fachwissen mittels des Archivs zusammengeführt.

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Bis zu 39‘000 Jahre alt: Höhlenbär im Permafrost entdeckt

Die gut erhaltenen Zähne und Nase des Tieres sind klar erkennbar. (Bild:

Seit 15‘000 Jahren sind Höhlenbären (Ursus spelaeus) ausgestorben. Rentierhirten haben nun ein gut erhaltenes Exemplar auf einer abgelegenen Arktisinsel im Ljachow-Archipel gefunden. Die Überreste werden von Wissenschaftlern der Nordöstlichen Bundesuniversität (NEFU) in Jakutsk, dem führenden Forschungszentrum für Wollhaarmammuts und andere prähistorische Arten, analysiert.

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Immer wahrscheinlicher: Arktis 2035 frei von Meereis

Arktisches Meereis im April 2020 Foto: Alfred-Wegener-Institut / Michael Gutsche

Das letzte Interglazial, die Warmzeit vor 130.000-116.000 Jahren, ist ein mögliches Analogon für künftige Klimaveränderungen. Damals lagen die Temperaturen über arktischen Landgebieten vier bis fünf Grad Celsius über denjenigen in der vorindustriellen Zeit. Klimamodelle konnten diese erhöhten Temperaturen bisher nicht richtig nachstellen. Jetzt hat ein internationales Forscherteam mit der aktuellen, hochentwickelten Version eines Klimamodells des britischen Met Office Hadley Centre es geschafft, das Klima des letzten Interglazials mitsamt seinen erhöhten Temperaturen zu simulieren. Die Ergebnisse der Forschenden, veröffentlicht Anfang August in der renommierten Fachzeitschrift „Nature Climate Change“ sind wichtig, um die Vorhersagen zukünftiger Veränderungen des Meereises zu verbessern.

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Spatenstich für Grönlands erste Strasse zwischen Siedlungen

Die Arctic Circle Road wird die Siedlung Sisimiut mit Kangerlussuaq verbinden. (Bild: Greenland

Wer in Grönland von A nach B reisen will, nimmt in der Regel den Helikopter, das Flugzeug oder ein Schiff - im Winterhalbjahr alternativ dazu auch den Motor- oder Hundeschlitten. Strassen gibt es nur innerhalb von Ortschaften. Dies wird sich nun aber ändern. Bereits vor einem Monat wurde der erste Spatenstich der Bauarbeiten für die Strasse zwischen Kangerlussuaq und Sisimiut gefeiert. Die „Arctic Circle Road“ getaufte Piste wird die erste Strasse Grönlands sein, welche Siedlungen verbindet.

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